Festgeld Zinsen

Der Zinssatz eines Festgeldkontos ist immer auch abhängig vom aktuellen Zinsniveau am Geldmarkt. Damit unterliegen die Festgeldzinsen marktüblichen Schwankungen, was der Anleger in die Kalkulation seiner Geldanlage miteinfließen lassen sollte. Die Festgeld Zinsen können zudem an bestimmte Anlagebeträge oder Anlagezeiträume gekoppelt sein und entsprechend variieren. So kann der Sparer beispielsweise höhere Festgeldzinsen erhalten, wenn er eine längere Laufzeit wählt. Umgekehrt ist es bei Festgeldangeboten auch immer sinnvoll auf eine Zinsgarantie zu achten, welche die Festgeldzinsen für einen bestimmten Zeitraum gewährleistet. Mit dem Festgeld Vergleich von Tagesgeld24 ermitteln Sie ganz einfach und auf einen Blick die besten Festgeld Zinsen und können so außerdem identifizieren, welcher Zinssatz sich auch auf den zweiten Blick für Ihre sichere Geldanlage lohnt.

Nominalzins

Der Nominalzins ist der Zinssatz, der von der Bank in der Regel p.a. angegeben wird. Der Nominalzins gibt den Zinssatz ohne etwaige Bearbeitungsgebühren, Bereitstellungs- oder Verwaltungsgebühren und ohne den Zinseszinseffekt an. Der Nominalzins liegt durch das Ausklammern von jedweden Gebühren und dem Zinseszinseffekts in der Regel über dem angegebenen effektiven Jahreszins. Die Nominalzinsen werden meist zum Ende eines Anlagejahres oder Kalenderjahres auf das Konto des Kunden gutgeschrieben. Es gibt jedoch einige Bankinstitute, die Anlagemöglichkeiten wie Tagesgeld oder Festgeld mit einer halbjährlichen, vierteljährlichen oder auch monatlichen Zinsgutschrift anbieten. Im Falle einer halbjährlichen, vierteljährlichen oder monatlichen Zinsausschüttung und einer erfolgten Wiederanlage der gut geschriebenen Zinsen tritt die Wirkung des Zinseszinseffekts ein.

Zinseszinseffekt

Der Zinseszinseffekt tritt ein, wenn sich durch eine Zinsgutschrift auf das bestehende Anlagevermögen und eine anschließende Wiederanlage dieser Zinsgutschrift der auf dem Anlagekonto vorhandene Anlagenbetrag insgesamt erhöht. Durch den, um die Zinsgutschrift erhöhten Anlagebetrag, wird ein höherer Gesamtanlagebetrag verzinst und der Kunde profitiert von den Vorteilen des höheren Zinses. Damit kommen den Perioden der Zinsgutschrift, den Abständen in denen Zinsen für Tagesgeld oder Festgeld Anlagen gutgeschrieben werden, eine besondere Bedeutung zu. Geringe zeitliche Abstände bei den Zinsgutschriften für eine Geldanlage führen dazu, dass vom Zinseszinseffekt profitiert werden kann, wenn die Zinsgutschrift wieder angelegt wird, also auf dem Tagesgeldkonto oder Festgeldkonto verbleibt.

Effektivzins

Der Effektivzins p.a. – auch als effektiver Jahreszins bezeichnet – setzt sich zusammen aus dem Nominalzins und den Ihnen bereits gutgeschriebenen Zinsen, die durch eine Wiederanlage erneut verzinst werden. Das bedeutet, der Kunde bekommt auf bereits gut geschriebene Zinsen, im Fall der Wiederanlage der Zinsgutschrift, wiederum Zinsen, was den Zinssatz insgesamt erhöht. In diesem Fall spricht man vom effektiven Jahreszins, durch die Nutzung des Zinseszinseffekts kann der effektive Jahreszins höher sein als der angegebene Nominalzins p.a. Zu beachten bleibt, dass in der Berechnung des effektiven Jahreszinses auch etwaige Bearbeitungsgebühren, Bereitstellungs- oder Verwaltungsgebühren enthalten sein können. Viele Banken bieten Ihren Kunden eine kostenfreie Kontoführung, sowie eine monatliche, vierteljährliche oder halbjährliche Zinsgutschrift sowohl für Tagesgeld als auch Festgeld an. Werden die Zinsgutschriften von Ihnen auf dem Anlagekonto belassen und somit wieder angelegt, profitieren Sie als Kunde vom Zinseszinseffekt und erzielen damit von einem höheren Zins, dem effektiven Jahreszins.

Realzins

Der Realzins ist definiert als ein um die erwartete Inflation korrigierter nominaler Zinssatz. Der Realzins gibt somit den realen Ertrag einer Geldanlage abweichend vom angegebenen Nominalzins der Banken an. Der Realzins ist damit ein fiktiver Zinssatz der sich aus dem mit der Bank für die Geldanlage vereinbarten Nominalzinssatz, abzüglich der für den Anlagezeitraum zu berücksichtigenden Inflationsrate errechnet. Wird mit dem Bankinstitut beispielsweise ein Nominalzins von 3,00 % für eine bestimmte Laufzeit vereinbart und beträgt die zu erwartende Inflationsrate für diesen Zeitraum 1,00 %, beläuft sich der Realzins der Geldanlage auf 2,00 %. Für langfristige Geldanlagen wie z.B. Festgeld ist zu empfehlen, dass ein Angebot gewählt wird, bei dem der Nominalzinssatz über dem langjährigen Mittel der zu berücksichtigenden Inflationsrate liegt.

Der Leitzins der Europäischen Zentralbank

Der Leitzins, den die Europäische Zentralbank für die Länder der Euro-Zone festlegt, gibt an, zu welchem Zinssatz sich Bankinstitute bei der Europäische Zentralbank Geld leihen und somit frisches Kapital beschaffen können. Der Leitzins bestimmt damit, zu welchen Konditionen die Geldaufnahme für Bankinstitute bei der Europäischen Zentralbank möglich ist.

Der Leitzins nimmt damit direkten Einfluss auf die angebotenen Konditionen für Kredite, aber auch auf sichere Geldanlagen wie Tagesgeld und Festgeld. Mit der Festlegung des Leitzinses herrscht die Euroopäische Zentralbank über ein wichtiges Steuerungselement, um in die Geldmärkte regulierend eingreifen zu können. Der Leitzinssatz ist eines der wichtigsten Steuerungselemente überhaupt, welches grundsätzlich in den Händen der einzelnen nationalen Notenbanken, im Falle der europäischen Staaten in den Händen der Europäische Zentralbank liegt.

Auf der einen Seite gehen Leitzinssenkungen oder Leitzinshebungen der Europäischen Zentralbank oft wenig beachtet vorüber, machen sich dann jedoch schnell bemerkbar, wenn die durch die Bankinstitute angebotenen Zinsen für Geldanlagen wie Tagesgeld oder Festgeld, in der Folge der Zinssenkung durch die Europäische Zentralbank, angepasst werden und reihenweise sinken oder steigen.

Auf der anderen Seite wirkt sich der Leitzins, den die Europäische Zentralbank als für die europäischen Staaten zuständige Notenbank vorgibt, auch auf die Zinsen bei der Vergabe von Verbraucher Krediten aus. So sinken die Zinsen für Kredite meist in der Folge einer Leitzinssenkung, steigen aber auch im Zuge einer Erhöhung des Leitzinses an, da die Geldaufnahme, welche die Geldinstitute bei der Europäischen Zentralbank durchführen, durch die Leitzinshebung nun zu einem höheren Zinssatz erfolgt.

Bedeutung eines niedrigen Leitzinses für Ihre Festgeld Anlage

Wird der Leitzins durch die Europäische Zentralbank gesenkt oder befindet sich der Leitzins dauerhaft auf einem niedrigen Niveau bedeutet dies für Geldanleger und Sparer, dass sie für Ihr angelegtes Kapital in der Folge nur niedrigere bzw. niedrige Zinsen von den Bankinstituten gutgeschrieben bekommen. Eine Senkung des Leitzinses bedeutet für Geldanlagen mit variablen Zinsen wie es z.B. beim Tagesgeld der Fall ist, dass für dieses Produkt die Zinsen sinken.

Weiter wirkt sich eine Senkung des Leitzinses durch die Europäische Zentralbank auch auf kurzfristige Festgeld Anlagen aus, denn die Bankinstitute haben die Möglichkeit sich frisches Kapital günstiger bei der Europäische Zentralbank zu beschaffen, als dies der Bank beim Anleger möglich wäre. Dem Anleger werden dann keine höheren Zinsen für seine Geldanlage geboten. Langfristige Festgeldanlagen sind von einer Senkung des Leitzinses weniger stark betroffen, da in die Kalkulation des garantierten Zinses der Festgeld Anbieter bereits Leitzins Schwankungen einbezogen hat.

Auch in Zeiten der Niedrigzinspolitik der Europäische Zentralbank und niedrigen Nominalzinsen bei den Bankinstituten für Geldanlage Produkte lohnt es sich sein Geld auf einem Tagesgeld oder Festgeld Konto anzulegen, da diese beiden Geldanlage Formen durch die gesetzliche Einlagensicherung eine sehr sichere Möglichkeit des Sparens bieten und z.B. im Vergleich zu einem konventionellen Sparbuch nach wie vor die besseren Konditionen haben.

Eine aktuelle, übersichtliche und detaillierte Vergleichsmöglichkeit über die bestehenden Tagesgeld und Festgeld Angebote sowie die aktuellen Konditionen bietet Ihnen unser Tagesgeld Vergleich und Festgeld Vergleich auf tagesgeld24.de